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Barbaras privater April

Nachdem mich immer mehr Leute auf mein neues Auto ansprechen ("Ist das dieses Auto, welches du von dem manikürten Herrn gekauft hast?") und wissen wollen, was mit dem alten passiert ist, schreibe ich heute, was ich beim Verkauf dessen erlebt habe. Sozusagen zweiter und letzter Teil der Staffel "Barbaras Auto".

Vielleicht sollte ich überhaupt vom Seminar- und Coaching Business in den Gebrauchtwagenhandel wechseln. Man bekommt echt viel an persönlicher, finanzieller und interkultureller Weiterentwicklung quasi kostenlos dazu.

Nachdem ich den nervenaufreibenden Kauf meines neuen Autos hinter mich gebracht habe, hatte ich keine Ressourcen mehr für den Verkauf meines alten Wagens. Ich schaffte es gerade noch, ihn abzumelden und dann einfach zu verdrängen. Auf die Frage "Was ist jetzt mit deinem alten Auto?" konnte ich tatsächlich, ohne mit der Wimper zu zucken, antworten "Welches altes Auto?". Erstklassige Verdrängung. Wozu habe ich Psychologie studiert, wenn ich es nicht für mich selbst verwenden darf?

Das Auto musste noch geputzt werden. In einem Anfall von Schwachsinn beauftragte ich meinen Sohn mit der Innenreinigung ("Wie viel bekomme ich dafür?"). Die klare Angabe "Bitte alles putzen und das ganze Auto aussaugen" wurde anders aufgefasst, wie ich zu einem späteren Zeitpunkt, nämlich direkt vor dem Verkauf des guten Stücks, herausfinden durfte. Hektisch musste ich noch die ärgsten Reste des vieljährigen Gebrauchs zu beseitigen. Wie lange habe ich jetzt schon ein Kind? Nix daraus gelernt.

Mein Mechaniker hatte mich vorgewarnt, dass ich froh sein müsste, den Wagen überhaupt anzubringen. Er hatte aber keine Ahnung vom Idealkundenprofil und den Hot Buttons der Leute, die mich dann anriefen.

5 Minuten, nachdem die Anzeige gestartet war, begann mein Telefon zu läuten.

"Griss Gott, wo ist Auto? Ist gutes?" Ja, auch Grüß Gott und ist gutes. Naja, ziemlich gutes. Eigentlich altes mit viele Kilometa und bissi Rost. Habe ich aber so nicht gesagt, sondern etwas geblümter.
"Ah. Ich hol ich gleich blaue Tafel und ich komm ich. Geb ich noch Bescheid. Gibst du halbe Stunde reserviert."
Ok, klar. Ich habe 20 Jahre in Wien gewohnt und bin vieler dortiger Dialekte mächtig.
Was mich am meisten beeindruckte, war die Tatsache, dass der Herr über so gute Kontakte verfügte, dass er BLAUE TAFERL einfach SO bekommen konnte. Für diese Überstellungskennzeichen hätte ich ein Monat zuvor in der Sekunde Gewalt angewendet.

5 Minuten später: "Gibt Auto noch?" Ja, gibt noch. Ist aber reserviertes. "Wo Sie wohnen?" Eine Stunde von Wien entfernt. "Oh, so weit!"
Das war´s. Komm mir nicht so. Ich habe mein Auto von Linz geholt mit dreimaligem Anlauf. Da ist die Distanz Wien-Krems ein Lercherlschaaß. Der Typ war sofort draußen.

Nächster Anruf: "Allo, Ich suche Auto für meine Sohn...." Dann folgte die Lebensgeschichte. Ja, ich rufe Sie zurück, falls der Herr mit der Reservierung sich nicht mehr meldet. Wie war der Name? Grachowitzicky? Typischer Name aus der k.u.k. Monarchie.

Nächster Anruf (schrille Frauenstimme): "Gibt Auto noch?" War das die Frau vom zweiten Anrufer?
Schon, aber reserviert. "Was jetzt? Gibt oder gibt nicht?" Oida. Re-ser-viert! Ja, ich rufe Sie zurück, falls der Herr mit der Reservierung sich nicht mehr meldet. Wie war noch mal Ihr Name? Wie? 
Es folgten noch etliche solcher Telefonate. Auch so eines: "Gebe ich 900 Euro, ok?"

Sowas habe ich das letzte Mal erlebt, als ich meine Lilienporzellan-Sammlung aufgelöst habe.

Nachdem der Herr von Telefonat 1 die blauen Taferl nicht bekommen hatte, rief ich den Mann mit der Lebensgeschichte an. Er war mir am sympathischten. Er kam mit seinem Sohn innerhalb von 1,5 Stunden angeritten und hatte auch blaue Taferl im Gepäck.

Ich hatte mich akribisch auf den Verkauf vorbereitet. 2 Punkte waren wichtig:

1. Ich gehe nur maximal 300 Euro vom Preis runter
2. ich halte mich an Punkt 1.

So kamen nun zwei ausgewachsene Männer aus Bosnien und nahmen das Auto genau unter die Lupe.

Ich hatte offensichtliche Mängel in der Anzeige beschrieben und ja, Rost war an manchen Stellen. Hallo, das Auto stand über Jahre im Freien!

Der Vater tat dann das Unaussprechliche. Er legte sich unter das Auto.
Ich wollte ihn noch aufhalten. Warum, bitte sehr, tut das jemand? So was macht nicht, außer man ist schlimme Bilder gewohnt.

Es kam, wie es kommen musste.

"Gnäh Frau, wenn ich gewusst, wie schlimm, dann wir nicht gekommen." Er sah todtraurig aus und schüttelte den Kopf. Sein Sohn stand daneben und seufzte ebenso. War mein Auto mitten in einer Nahtoderfahrung?

"Alles rostig! Sind viel in Schnee gefahren?"
In der Wachau schneit es nicht. Das weiß jeder.

"Und die Polstersitze! Ganz schlechte Zustand! Was sind das für Flecken?"
Das war tatsächlich die Katze. Die war kurz zuvor noch auf den Vordersitz gesprungen, um mit ihren nassen Pfoten schöne Flecken zu hinterlassen.

Ich wusste, jetzt zählen Verkaufstalent, knallharte Strategie und emotional abholen, falls mein altes Auto ein neues Zuhause bekommen sollte.

Ich packte alles aus, was ich in jahrelangen Ausbildungen, Guerilla-Camps und bei Verhandlungen mit meinem Sohn gelernt hatte.

Ich zeichnete in frohen Farben die Freude an dem Auto, wenn ein bisschen was daran gemacht würde. Und wer kann einer Katze bitte sehr böse sein?Das trocknet doch! Rost bekommt man doch weg, wenn man will! Wollen Sie noch länger suchen? Jetzt sind Sie doch schon soweit gefahren und haben sogar blaue Überstellungskennzeichen mit (ich spürte noch immer einen kleinen Stachel, als ich die Worte aussprach - hier brauche ich mal The Work von Byron Katie).

Im Endeffekt musste ich Punkt 1 und 2 meiner ursprünglichen Strategie ändern und einiges an Geld nachlassen. Strategien sind dazu da, um sie zu ändern.
Ich bekam trotzdem immer noch mehr, als mein Mechaniker prognostiziert hatte und die Käufer waren auch zufrieden.

Und endlich kehrte wieder Frieden in mein Leben ein. Nun konnte ich mich wieder voll und ganz auf mein neues IT-System konzentrieren, welches inzwischen gefühlt die Dimension einer Kleinstadt-Verwaltung angenommen hatte.

Weißt du, was das wichtigste im Leben ist?

HUMOR.

Das ist etwas, was das Leben mit all seinen Auf und Ab´s wirklich bereichert und erleichtert. Wenn wir lachen, dann schüttet unser Körper Endorphine aus, das Immunsystem wird gestärkt, die Energie geht nach oben und es ist alles leichter.

Ich setze Humor z.B. gezielt in meinen Seminaren, Workshops, Vorträgen und Coachings ein. Ein wichtiges Element ist u.a. die "Jascht´sche Hose". Vereinfacht gesagt geht es dabei um gezielt verwendete Ehrlichkeit und Authentizität, um für meinen Kundinnen den maximalen Lerneffekt zu erreichen.

Die wenigsten Seminarleiterinnen habe eine Ahnung von den Strukturen hinter Weltklasse-Seminaren. Ich habe diese von Margit Macchia, meinem Coach aus den USA gelernt.

Sie kommt demnächst in ihre alte Heimat auf Besuch.
Auf ihrem Plan steht auch ein gemeinsames Seminar mit mir.
Auf der Speaker Intensive Week (25.-28.6.) werden wir dir alles verraten, wie du mit Seminaren und Vorträgen ein richtig gut gehendes Business aufbauen kannst. Du gehst mit einem fix-fertigen 30 minütigem Vortrag und der Struktur für ein ein bis zwei Tages Seminar nach Hause. Das allein ist tausende Euros wert!

Speaker Intensive Week - hier findest du Detailinformationen

Hole dir die genaue Anleitung, wie du 20.000 Euro und mehr pro Seminar verdienen kannst. No kidding. Ich mache das seit vielen Jahren so und ich kann dir zeigen, wie das funktioniert.
Du hast Fragen zu der Speaker Intensive Week? Einfach ein Mail schreiben und wir können einen kurzen Telefontermin vereinbaren.

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende! Schreib mir gerne lustige Geschichten aus deinem Leben!

Deine Barbara

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