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Ein Gedanke ist solange harmlos, bis du ihn glaubst

Von 25. Oktober 2017Barbaras Blog


Wenn es stimmt, dass Gedanken Realität erschaffen, dann sollte die Beschäftigung mit unseren Gedanken die vorrangigste Tätigkeit in unserem Leben sein. Das ist die logische Schlussfolgerung. Es ist nur nicht so beliebt. Es läuft halt so nebenher. Wir werden zu 98% gedacht.

Hier scheint der Hund begraben :-).

Von Henry Ford, dem legendären Autobauer, ist dieser Satz überliefert:
„Weil Denken die schwerste Arbeit ist, die es gibt, beschäftigen sich auch nur wenige damit."

Das ist seit Anbeginn der Zivilisation so. Religiöse und philosophische Schriften sind voll von Anleitungen, wie man seinen Geist zum eigenen und zum Wohle anderer beherrschen lernt. Es muss einen Grund geben. Davon handelt der Beitrag.

Ein Gedanke ist solange harmlos, bis wir ihn glauben. Es sind nicht unsere Gedanken, sondern das Anhaften an
unsere Gedanken, das Leiden verursacht. Buddha soll gesagt haben, dass das Leid der Welt nur aus zwei Dingen entsteht: unwissend zu wollen und unwissend abzulehnen (= an etwas anhaften). Einem Gedanken anzuhaften bedeutet, ihn für wahr zu halten, ohne dies überprüft zu haben. Interessante Sichtweise! Eine Überzeugung ist ein Gedanke, an dem wir schon länger anhaften. Weil wir es schon als Kinder gelernt haben, es uns die Gesellschaft sagt, die Religion vorschreibt, es schon seit Generationen in der Familie so ist ...

Wir glauben, wir sind das, was unsere Gedanken den lieben langen Tag daherschwatzen. Woher kommen sie? Sie tauchen einfach auf. Weil unser Geist nun mal so funktioniert! Die Lehren über Karma bieten hier interessante Sichtweisen. Karma bedeutet korrekt übersetzt aus dem Tibetischen "Jede Bewegung des Geistes". In den Schriften steht, dass sich unsere Realitität aus dem zusammensetzt, wie wir gedacht, gesprochen und gehandelt haben. Als erstes kommt immer das Denken!
Wachst du morgens auf und sagst zu dir selbst: „Ich denke, heute werde ich nicht denken“? Zu spät. Du denkst bereits. Wie Eckart Tolle meint: "Du wirst gedacht".

Wenn man Gedanken keine große Bedeutung schenkt, sie interessiert beobachtet, kommen und gehen sie. Sie kommen um vorbeizuziehen, nicht um zu bleiben. Sie richten solange keinen Schaden an, bis wir an ihnen anhaften, als wären sie wahr.
Du kannst dich nur in drei Angelegenheiten befinden: Deine, die der anderen oder die des Universums (Gott, Allah, Jahwe, Buddha, die unsichtbare Macht,...).

Ein großer Teil unseres Stresses kommt daher, dass wir uns gedanklich außerhalb unserer eigenen Angelegenheiten
befinden.
Wenn du beispielsweise denkst: „Du solltest mehr auf mich achten; ich will, dass du mir gegenüber respektvoller bist; du solltest pünktlich sein; du solltest dich besser um mich kümmern usw. “,
dann bist du in anderer Angelegenheiten. Wenn du dir Sorgen machst über Erdbeben, Überflutungen, Kriege oder
um den Zeitpunkt deines Todes, dann bist du in den Angelegenheiten des Universums. Das bewirkt "Trennung".
Was ist damit gemeint? Wenn du dich gedanklich in die Angelegenheiten z.B. deiner Mutter begibst, mit einem Gedanken wie: „Meine Mutter sollte mich besser verstehen“, dann wirst du ein Gefühl der Einsamkeit erleben. Das bedeutet Trennung.

Jedes Mal, wenn du dich verletzt oder einsam fühlst, befindest du dich in den Angelegenheiten eines anderen.

Wenn du meinst, dein Partner sollte liebevoller mit dir umgehen, dann bist du in seinen Angelegenheiten, nicht in deinen. Wenn du dich beklagst, dass dein Business nicht so läuft, wie du es dir wünscht oder du zuwenig Geld hast, dann bist du in den Angelegenheiten des Universums- Wenn du denkst, dass du weißt, was für irgendjemand anderen das Beste ist, dann befindest du dich außerhalb deiner eigenen Angelegenheiten. Das Resultat ist Anspannung, Sorge und Angst.

Weiß du wirklich, was für dich das Richtige ist?

Das ist deine einzige Angelegenheit. Wenn du diesen Gedanken wirklich logisch durchdacht hast, wirst du dahinterkommen, dass du es nicht wissen kannst. Das bringt eine ungeheure Erleichterung in dein Leben. Nimm den gegenwärtigen Augenblick an, arbeite an dir, bevor du dich auf die Probleme anderer Menschen stürzt. Das bringt mehr und du kannst mit klarem Kopf andere Menschen viel besser unterstützen :-).

Frage dich das nächste Mal, wenn du Stress oder Unbehagen spürst, in wessen Angelegenheiten du dich gedanklich befindest:

a) in deinen
b) in den anderer Leute oder
c) in den des Universums

Allein zu bemerken, dass du dich in den Angelegenheiten einer anderen Person befindest, durchbricht den Kreislauf deiner Gedanken.

Die Wirklichkeit ist immer freundlicher als die Geschichte, die dein Ego dir erzählst. Auch wenn  es das gar nicht gerne hört :-). Ich wünsche dir viel Freude und Erkenntnisse beim Ausprobieren der "3 Angelegenheiten".

PS: Vieles in diesem Artikel ist von Byron Katie (www.thework.com) inspiriert. Sie ist eine Meisterin in dieser Disziplin.

Und was meinst Du? 4 Kommentare

  • Unglaublich wichtige Gedanken die du hier teilst liebe Barbara. 😊 und doch geht dies von sonnigen Zeiten aus. Wenn du selbst schwer krank kraftlos bist, dein Kind im krankenhaus liegt oder auch positiv: wenn du bspw ein große Vorträg vor dir steht, der tolle suedsee Urlaub. Schaffst du den Gedanken im jetzt zu halten. Und wenn nur das Jetzt zählt, wie planst du?
    Byron Katies Fragen die du zitierst allerdings helfen sicher 🙂
    Wertvoll. 😇

  • So ein toller Beitrag Babsi!
    Habe erst vor kurzem Eckhart Tolle zum ersten Mal im "Be Movie" Abend (= Bewusstseinskino jeden Montag in Wien, das ich jeden übrigens wärmstens ans Herz legen möchte, einfach Be Movie Abend googeln oder auf FB suchen) gesehen - 2 Stunden Vortrag über "Jetzt".... da sind die Knoten im Hirn wie Popcorn aufgegangen.... vor allem mit dem ganzen Karma-Hintergrund wird für mich immer klarer, was mit der "Illusion der Zeit" gemeint sein könnte.... Freu mich auf das Emotion Seminar! <3

  • Andrea sagt:

    Wouh Babsi 👍 Diesen Blogartikel werde ich mir aufbewahren und hin und wieder reinschauen. Du hast das so gut ausdrücken können.

  • Astrid Frey sagt:

    Ja, Byron Katie und Eckhard Tolle sind Meister in dieser Disziplin. Wann immer ich meine Gedanken für wahr empfinde, ist es sinnvoll zu schauen, welche Rolle ich da gerade spiele. Durch die stille Beobachtung dieser Rolle, ohne diese zu bewerten, kann s das Gedankenkarusell wieder aus der Trennung nehmen.

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