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Wenn ein Gedanke schmerzt, ist das ein Hinweis, dass er falsch ist

Von 12. Oktober 2017Barbaras Blog

Wir leiden nur dann, wenn wir einen Gedanken glauben, der mit dem in Konflikt geht, was ist. Wenn der Geist vollkommen klar ist, dann ist das, was ist, das, was wir wollen. Wenn Du willst, dass die Wirklichkeit anders ist, als sie ist, kannst du genauso gut versuchen, einer Katze das Bellen beizubringen. Du kannst es immer weiter probieren und zum Schluss wird die Katze zu Dir aufschauen und Miau sagen.

Die Wirklichkeit anders haben zu wollen als sie ist, ist aussichtslos. Du kannst einzig Deine Gedanken dazu ändern (und somit auch in weiterer Folge Deine Worte und Taten). Mit Gedanken wie „Mein Business funktioniert nicht", "Mein Partner sollte liebevoller sein", "Die Menschen sollten freundlicher sein", "Ich sollte dünner sein (oder
hübscher, erfolgreicher oder eine bessere Mutter)“ möchten wir die Wirklichkeit anders haben, als sie ist.
Jeder Stress, den wir fühlen, wird dadurch ausgelöst, dass wir gedanklich mit dem streiten, was ist.

Wenn ein Gedanke schmerzt, ist das ein Hinweis, dass er falsch ist.

Das ist ein radikal, wenn Du darüber nachdenkst. Hirnforscher haben bewiesen, dass schädigende Gedanken tatsächlich eine Art Schmerzen im Gehirn auslösen. Oder fühlen sich die Hundertschaften von Ratten, die tagtäglich durch Dein Mindset ziehen, gut an? Befindest Du Dich mental eher in der 5 Sterne Wellness Oase oder mehr auf Guantanamo Bay?
All die Gedanken, wie etwas zu sein, wie sich wer zu benehmen habe, wie die Vergangenheit hätte sein sollen, wie Deine Eltern oder Partner Dich hätten behandeln sollen usw. versetzen Dich in permanenten Stress. Du bist von klein auf daran gewöhnt, dass es so ist. Somit hinterfragst Du das Verhalten Deines Geistes nicht.

Byron Katie hatte viele, viele Jahre schwerste Depressionen und war jeden Tag suizidgefährdet, bis sie quasi über Nacht erkannte, dass sie nur deshalb so litt, weil sie ihren Gedanken glaubte. In dem Augenblick, wo sie ihnen nicht mehr glaubte, hörte ihr Leiden auf. Katie verstand, dass sie litt, wenn sie ihre Gedanken glaubte und dass sie nicht litt, wenn sie diese Gedanken nicht glaubte. Die Ursache für ihre Depression war nicht die
Welt um sie herum, sondern das, was sie über die Welt um sie herum glaubte! Aus dieser Erkenntnis heraus half sie in den letzten 30 Jahren Millionen von Menschen, ihre Gedanken mit vier Fragen auf eine spezielle Weise zu analysieren und somit das Leben zu transformieren.

Nimm einen Stift, einen Zettel und eine Überzeugung (z.B. Ich verdiene xy nicht) und überprüfe sie mit diesen Fragen:

1. Ist es wahr? (ja oder nein)
2. Kannst Du mit absoluter Sicherheit wissen, dass es wahr ist? (ja oder nein)
3. Wie reagierst Du, wenn Du diesen Gedanken denkst?
4. Wer wärst Du ohne diesen Gedanken?

Das ist die Kurzform der Selbstbefragung nach Byron Katie. Du kannst jede Überzeugung nehmen. Die Ergebnisse sind erstaunlich, wenn Du Dich darauf einlassen kannst.

Die Analyse unserer Gedanken zeigt uns, dass das, wovon wir denken, dass es nicht hätte geschehen sollen, geschehen sollte. Es sollte geschehen, weil es geschehen ist, und kein Denken in der
Welt kann dies ändern. Das bedeutet nicht, dass wir es dulden oder befürworten sollen. Es heißt lediglich, die Dinge ohne Widerstand und Verwirrung der Gedanken zu sehen, nicht permanent in "Clinch" mit der Realität gehen. Du kämpfst mit der Realität, wenn Deine Gedanken ein Movie abspielen, der Gefühle wie Hass, Neid, Frust, Einsamkeit, Hoffnungsloskeit etc. auslöst und diesem Mvie glaubst!

Wenn wir es schaffen, das zu akzeptieren, was ist, dann kommen wir der Erleuchtung ein ordentliches Stück näher.

Wenn wir aufhören, uns der Realität zu widersetzen, dann wird unser Handeln einfach, fließend, freundlich und furchtlos. Sagen zumindest die Meisterinnen und Meister dieser Disziplin (z.B. Byron Katie und Eckart Tolle).
Das bedeutet aber nicht, dass wir keine Erwartungen, Wünsche oder Träume haben sollten :-)!

Und was meinst Du? 9 Kommentare

  • Liebe Babsi,
    Eckhart Tolle hat mich über viele dunkle Momente getragen ... seit 2 Jahren begleitet er mich des nächtens und so ganz vorsichtig und langsam, scheint ein klein wenig einzusickern ... was darf man mit sich eine Geduld haben, mein lieber Jolly ... und immer weiter dran bleiben ... wie beim Sport, aussetzen und dann auch noch länger und wir gehen wieder zurück auf Los. In diesem Sinne ... frohes Schaffen uns allen

  • Der Beitrag passt sooooo schön zu meinem gerade besuchten Seminar "Transformation der Grundangst" - ich schwebe noch immer auf Wolke 7 🙂

    Als i-Tüpfelchen und weil es auch so passt, waren wir gestern im Cafe Prückl Keller beim Bewusstseinskino "Be-Movie Abend" und haben uns Eckhart Tolle angesehen.

    Da sind Knöpfe im Hirn aufgesprungen wie Popcorn im Topf - Du weißt ja über Karma etc Bescheid und es fügt sich alles immer mehr und immer deutlicher zusammen.

    Danke Dir für alles <3

  • Andrea Thiele sagt:

    Liebe Barbara, danke für diesen Beitrag. Ich habe Byron Katie, das Buch "lieben was ist" vor ca. 2 Jahren gelesen. Das hat einiges in meinem Hirn bewegt. Aber man muss solche Dinge trainieren wie eine Muskel. Lieben Gruß Andrea

  • Renate Gorke sagt:

    Oh wow! Das habe ich gleich an zwei Gedanken, zwei Ratten, ausprobiert. Faszinierend!! Am schwierigsten finde ich Frage 4 zu beantworten, und wenn ich's dann tue, macht mir die Antwort ein bischen Angst!!! Na, bis zur vollen Erleuchtung dauerts wohl noch a bissele - aber a bissele a Licht ist doch tatsächlich da! Vielen Dank Barbara 🙂

  • Helga Hoffmann sagt:

    Stimmt, und du bist großartig. Schön, dass es dich gibt. Deine "Ratten" als Symbolik für die unerwünschten Gedanken sind treffend. Meine Eltern hatten nicht das Wissen, aber sie haben immer einen tollen Satz gesagt: "Denkst das, sagst das, hast das." Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und liebe Grüße Helga

  • Dem kann ich nur zustimmen sich der Realität nicht zu widersetzen vereinfacht alles. Gerade auf Mallorca erlebt, wir wurden beklaut, Handy, Uhren, Bargeld, EC-Karte und teure Sonnenbrille alles weg. Keiner konnte es verstehen, das ich hingegangen bin und habe mich nicht aufgeregt (geärgert schon), nicht verurteilt und nicht gehetzt habe. Ich habe die Realität so hingenommen wie sie war und daraus erkannt, das wir achtsamer mit unserem Lebensinhalt umgehen sollen, er kann so schnell einfach weg sein, Punkt. Dadurch war der weitere Urlaubsverlauf viel harmonischer,
    freundlicher, fließender und genussvoller.

  • Liebe Barbara, das war aus meiner Sicht Dein bis jetzt alllerallerbeste Beitrag. Denn leider ist es so wahr. Merke ich auch immer wieder; gottseidank immer öfter.

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